Folge 67 - Die Kunst des Entscheidens

Shownotes

Gudrun Kartnig & Josef Anichhofer www.kartnig-consulting.at www.bürgermeistercoach.at

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00:00:06: Der Bürgermeister-Podcast, der Podcast für Bürgereisterinnen und Bürgemeistern – und für alle die es werden wollen.

00:00:14: Willkommen zum Bürgermester-PodCast im Ort an dem wir all jene Themen beleuchten, die unsere Bürgerveisterinnen oder Bürg gemeistert bewegen!

00:00:24: Wir sind Gudrun Karpnik...

00:00:26: ...und Josef Anhichhofer.

00:00:28: Zusammen sind wir den Bürgeremestercoaches.

00:00:31: Wir tauchen in die Welt der Bürgermaisterinnen & Bürgmeister ein.

00:00:34: Wir sprechen mit Ihnen, diskutieren mit Experten aus der Kommunalpolitik und teilen Einsichten und Erfahrungen die Bürgermeister in ihrer täglichen Arbeit weiterbringen.

00:00:58: Willkommen zu einer neuen Folge unseres Bürgermäster-Podcasts!

00:01:02: Gudrun heute haben wir uns ein Thema vorgenommen das jede Bürgermeisterin und jeden Bürgärmester begleitet, tagtäglich im wahrsten Sinne des Wortes nämlich Entscheidungen.

00:01:14: Ja genau und vor allem warum Sie manchmal einfach so schwer fallen?

00:01:19: Liebe Gudrun, du möchtest mit einer Anekdote zum Thema Entscheiden beginnen.

00:01:25: Jetzt bin ich neugierig!

00:01:28: Ja also zunächst einmal bevor ich mich der AnekDote starte muss dazu sagen Ich habe heute eine Entscheidung getroffen schweren Herzens die Entscheidungen getroffen meinen geliebten Mini zu verkaufen.

00:01:41: Also das war sehr emotional für mich, aber das Rationale hat hier gesiegt.

00:01:47: und da kommen wir jetzt einfach wieder zurück zum Rationalen, gerade in der Kommunalpolitik.

00:01:51: und ich möchte wirklich mit einer Anekdote beginnen über Socrates.

00:01:57: Da heißt es ja ein junger Mann habe Socrates gefragt wie treffe ich die richtige Entscheidung?

00:02:02: soll ich heiraten oder nicht?

00:02:04: Und Socrates lächelt und sagt Tja jede Entscheidung hat ihren Preis.

00:02:09: Also viele interpretieren ja das oder diesen Spruch von Socrates als zynischen Spruch über die Ehe, aber die Botschaft dahinter ist viel tiefer.

00:02:20: Jede Entscheidung hat einen Preis und du gewinst etwas und gleichzeitig verlierst du auch etwas mit jeder Entscheidung.

00:02:27: denn im Wort entscheiden steckt ja das Wort scheidung.

00:02:33: Ja es heißt etwas fällt weg sobald ich mich für etwas entscheide.

00:02:37: Genau das macht Entscheidungen so schwer.

00:02:41: Warum tun wir uns so schwer damit?

00:02:44: Wir wissen ja oft, was wir wollen und trotzdem schieben wir Entscheidungen vor uns her, oder?

00:02:50: Ja, ich schätze einmal... Das liegt auf allem daran!

00:02:54: Wir leben einfach in einer Gesellschaft, in einer Kultur die Fehler scheut.

00:03:00: Viele Menschen haben Vielleicht gar nicht die Angst vor der Entscheidung selbst, sondern vielmehr von den möglichen Konsequenzen.

00:03:09: So nach dem Motto was wenn es eben nicht so läuft wie ich es mir vorgestellt habe?

00:03:14: Was wenn mich andere sagen das hättest du besser wissen müssen.

00:03:20: bis selber schuld dass dich so entschieden hast.

00:03:23: Wir haben einfach so gelernt Fehler sind peinlich aber Entscheidungen ohne Fehler gibt's halt einfach nicht.

00:03:30: und Und Entscheidungen ohne Risiko eben auch nicht.

00:03:33: Also man wird dir nie eine hundertprozentige Sicherheit haben und du kannst ihm nicht alles planen und voraussehen, und genau deshalb fällt das Entscheidende so schwer, weil jede Entscheidung eben nicht nur eine Möglichkeit öffnet sondern auch eine andere schließt.

00:03:51: und genau das ist eben das Thema.

00:03:54: Wir spüren diesen Preis, dieses Verabschieden wie ich heute vom Mini aber oft schon bevor wir wissen was wir dann gewinnen könnten.

00:04:04: Ich vielleicht einfach mehr Freiheit, die Sparmerkosten oder ähnliches.

00:04:08: Aber das sind manchmal auch die Emotionen.

00:04:10: da bleibt Ja und so ist es, dass dann viele lieber im Grübeln bleiben.

00:04:15: Weiß ich das sicherer anfühlt als überhaupt einen Schritt ins Ungewisse zu wagen.

00:04:22: Und dabei sehen wir einfach leicht welche Chancen erst sichtbar werden wenn wir uns wirklich bewegen.

00:04:29: Ich weiß selbst den am Punkt.

00:04:31: also ich erzähle jetzt auch ein bisschen eine persönliche Geschichte von mir.

00:04:34: um das Greifbarer zu machen.

00:04:36: Ich habe ja, bevor ich jetzt in die Selbstständigkeit gegangen bin als Unternehmensberaterin.

00:04:44: war ja im öffentlichen Sektor tätig.

00:04:46: Ich war achtzehn Jahre lang Kaprokuristin, Juristin in einem Verkehrsverbund und da stand ich auch für eine Entscheidung die alles verändert hat nämlich einen sicheren wirklich tollen Job in einer Landesgesellschaft zu kündigen und in die Selbstständigkeit zu gehen.

00:05:01: Das war kein spontaner Schritt das kannst du mal glauben!

00:05:04: Ich habe schon sehr lange nachgedacht mit vielen Menschen gesprochen die selbst diesen Weg gegangen sind Und meine größte Sorge damals war, dass ich ihm diese Kündigung bereuen könnte.

00:05:17: Das war wirklich mein größtes Sorge bis ein Freundin die den selben Weg gegangen ist auch zu mir gesagt hat du ja es mag schon sein das es nicht leicht ist aber ich kenne niemanden der diesen Schritt in die Selbstständigkeit also vom Angestellten seinen in die selbstständigkeit je bereut hätte.

00:05:35: Ja und ja Selbstständigkeit stimmt, da hast du keine Sicherheit mehr.

00:05:40: Kein fixes Gehalt, kein Urlaubs-, kein Weihnachtsgeld.

00:05:43: Aber das tritt erstaunlich schnell in den Hintergrund.

00:05:46: also es war nicht leicht.

00:05:47: aber die Chancen, die Möglichkeiten dem Menschen die ich da kennen lernen durfte auch in dieser Zeit Ich bin überzeugt davon unserem Podcast hat es nie gegeben.

00:05:57: Also all die großartigen Projekte die ich auch begleite Die machen diese Entscheidung damals von damals und diesen Schritt mehr als Wett.

00:06:07: und war sie mir einfach, nein.

00:06:10: Definitiv nicht!

00:06:11: Also gleich zu Beginn muss ich auch sagen bin ich wirklich in die schwerste menschliche Enttäuschung meines Lebens geraten.

00:06:20: Das war wirklich ... das hat mich in einer Art Krise gestürzt aber wir haben ja eh schon mal gelernt in einer Folge.

00:06:25: Krise bedeutet doch entscheidende Wände.

00:06:28: Aber ich bin daraus stärker hervorgegangen als je zuvor.

00:06:32: Und vielleicht das schönste Geschenk wenn mir Frauen, vor allem auch junge Frauen sagen, dass ich für sie ein Vorbild bin.

00:06:41: Also dass Sie sehen das man amutig sein darf, dass man seinen Weg gehen kann, auch wenn er jetzt eben nicht immer gerade ist.

00:06:49: und viele fragen mich jetzt auch fünf Jahre später nach meiner Entscheidung ob ich diese eine Entscheidung zu kündigen bereuthabe?

00:06:57: Und meine Antwort ist nach wie vor ein eindeutiges Nein!

00:07:03: Freut mich.

00:07:03: Und weil du gerade vom Vorbild auch gesprochen habt, was wirst du jemandem sagen der gerade selbst vor seiner großen Entscheidung steht?

00:07:11: Ja meine Empfehlung ist einfach mit Menschen zu reden die diesen Weg den man da gehen will schon gegangen sind.

00:07:19: Menschen die Erfahrungen haben also nicht nur Meinungen weil das macht wirklich einen großen Unterschied und wenn es halt keinen gibt der eben diesen weggegangen Wenn man da plant, dann gibt es sicher das eine oder andere was helfen könnte.

00:07:36: Zum Beispiel die zehnzehnzehnte Methode.

00:07:42: Da geht's um das Thema Was macht die Entscheidung?

00:07:44: Oder eben die Nichtentscheidung mit mir in zehn Minuten In zehn Monaten und in zehn Jahren?

00:07:54: Und diese drei Perspektiven bringen wirklich eine erstaunliche Klarheit Und auch eine andere Übung, die wirklich wirkt.

00:08:04: Beschreibe einen Tag in deinem Leben im Jahr – jetzt haben wir zwei, sechsundzwanzig – beschreibe ein Tag in deinen Leben im Ja-Zweißen und Dreißig, also fünf Jahre später nicht abstrakt sondern ganz konkret wie stehst du auf?

00:08:19: Wie arbeitest du mit wem?

00:08:21: Wie fühlst du dich?

00:08:24: Und diese Zukunfts... Version und auch Vision, die zeigt oft sehr deutlich wohin man dann eigentlich möchte.

00:08:33: Und ich habe diese Übung kürzlich einem jungen Mann mitgegeben.

00:08:37: der wurde gefragt ob er als Bürgermeister kandidieren möchte und der hat wirklich lange gehardert.

00:08:44: und diese Übung und auch die Besinnung gleichzeitig, die mit der Übung verbunden war in Bezug auf die eigenen Werte Die hat ihn dann tatsächlich zu der Entscheidung gebracht, zu kandidieren damals.

00:08:59: Sehr gut!

00:08:59: Also ich habe diese Zehnzehnzehmetode so nicht gekannt also vom Titel her nicht aber unbewusst oft angewendet die den Kalmer so was macht die Entscheidung mit dir in fünf Jahren?

00:09:11: Ist es noch wichtig oder ärgerst du dann das dich nicht entschieden hast?

00:09:16: und meistens Mein Vater hat immer gesagt, die schlimmsten Sünden sind die Unterlassungssünden.

00:09:22: Ärgern tust du immer noch das, was du dir nicht entschieden hast und was du nicht probiert hast.

00:09:27: Ja ein weißer Mann!

00:09:28: Da hat er vollkommen recht.

00:09:31: Aber wo entscheiden?

00:09:32: Auch wenn man sich nicht entscheidet ist ja auch eine Entscheidung oder?

00:09:35: Ja absolut, denn dass nicht entscheiden genauso wie du gesagt hast, ist eben auch eine Entscheidung nur eben eine... die du halt nicht bewusst triebst, aber das macht es ja genauso tückisch.

00:09:48: Wenn ich nicht entscheide oder wenn du halt nie entscheidest dann entscheidst du dich dafür dass alles so bleibt wie es ist.

00:09:56: man klingt für manche ganz gut Aber man entscheidet sich auch für den Status quo mit all seinen Konsequenzen und das ist manchmal völlig okay Wenn man es bewusst macht.

00:10:10: Ja, aber bei vielen ist es ja zum Teil schon unbewusst und man versucht sich die Dinge ja schön zu reden.

00:10:17: Und es ist dann einfach wirklich die bequemere Variante weil sie sich kurzfristig einfach sicher anfühlt.

00:10:24: Du kommst da einfach nicht aus der Komfortzone raus und darum ist das heute so wichtig sich bewusstzumachen dass auch das Nicht-Tun, das nicht entscheiden einen Preis hat.

00:10:35: und wenn ich diesen Preis kenne kann ich viel klarer entscheiden, ob ich ihm wirklich zahlen möchte.

00:10:42: Und meistens ist das nicht entscheidend die teuerste Variante.

00:10:46: Also wenn man das jetzt auf Management Entscheidungen oder eben auf die Kommunalpolitik, das ist Hauskrieg um Münzen... Wenn du nicht entscheidetest oder wenn nicht entschieden wird dann passiert einfach Folgendes!

00:11:00: Du verlierst Zeit

00:11:02: In jedem Fall einmal,

00:11:03: ne?

00:11:03: Das auf jeden Fall einmal.

00:11:04: Wertvolle Zeit!

00:11:06: Du verlierst ein Gestaltungsspielraum weil Artynamik ist trotzdem da andere entscheiden für dich oder die Situation entscheidet sich von selbst und das ist meistens schlechter als wenn du das selbst aktiv gestaltet hättest.

00:11:21: ja Und gerade in der gemeinen Politik sieht man das sehr deutlich.

00:11:26: Wenn zu lange gewartet wird wird es teurer.

00:11:28: Da wird's komplizierter emotional aufgeladener und ja nur durch eine Entscheidung selbst kommt dann Bewegung in ein Thema.

00:11:38: Da können wahrscheinlich viele Zuhörerinnen und Zuhärern ein Lied davon singen, aber wie treffe ich jetzt gute Entscheidungen?

00:11:47: oder gibt es überhaupt gute Entscheidungs?

00:11:49: Hast du einen Leitfaden oder eine Empfehlung?

00:11:52: Ja, also da gibt es kein Leid von.

00:11:54: Weil jeder Mensch so verschieden ist jetzt davon herangehensweise auch wie eine Entscheidung getroffen wird.

00:12:00: Aber es gibt durchaus hilfreiche Prinzipien!

00:12:03: Ich nenne die jetzt einfach mal drei oder unseren Zuhörern drei, die ich auch in der Arbeit mit Gemeinden und Teams immer wieder sehe.

00:12:13: Erstens einmal Erklarheit über das Ziel zu schaffen nämlich dahin gehen was will ich eigentlich erreichen?

00:12:20: mit der Entscheidung.

00:12:21: Viele Entscheidungen sind oft deswegen so schwer, weil man nicht weiß wohin die Reise dann tatsächlich gehen soll, weil das Ziel einfach nicht klar ist.

00:12:31: und wenn das Ziel selbst klar ist, dann ist es ja viel leichter!

00:12:34: Dann sind auch diese Übungen leichter, wo ich mich dann in eine andere Zeit versetze.

00:12:39: Weil dann ja weiß was passiert dann wenn ich das Ziel erreiche.

00:12:43: Was auch hilfreich ist dass man einfach die Optionen reduzierte.

00:12:47: Mein Problem jetzt in einer Wörter hast du ja ... Optionen zum entscheiden, es fängt ja schon an.

00:12:52: Also

00:12:53: die

00:12:54: Qual der Wahl!

00:12:55: Ja also sind schon bei den einfachsten Dingen des alltäglichen Lebens wie beim Einkaufen oder wenn's jetzt da Restaurante ist um Essen.

00:13:02: Das sind nicht so die unwesentlichen Entscheidungen.

00:13:04: aber zu viele Optionen und zu viele Möglichkeiten, Dilemma... Und wenn du zumindest zwei bis drei realistische Optionen hast dann ist das schon mal einfacher zu entscheiden.

00:13:18: Wenn du zwölf hast oder überhaupt mehr als drei, aber auf jeden Fall sehr viele hast dann bist verloren im Endeffekt.

00:13:25: Und ich empfehle dann auch gerade wenn es jetzt nicht nur um die eigene Entscheidung geht sondern um Entscheidungen ein Kremium immer zwei bis drei Varianten schon vorzuschlagen also net etwas offen zu lassen.

00:13:40: denn was offen ist zum entscheiden, dann kommst nie zu einem gescheiten Ergebnis.

00:13:46: So kannst du einfach das zuspitzen und wenn du da eine entsprechende Führungsposition hast es ja auch in einer bestimmten Richtung lenken.

00:13:56: Und die Leute selbst haben ja dann auch eine Orientierung.

00:13:59: Denn dass nicht entscheidend selbstes entsteht schlichtweg aus einer Unsicherheit heraus und auch als Unwissenheit.

00:14:05: Das sind oft also die Themen.

00:14:08: Ja und der dritte Punkt auch Mut zur Unvollkommenheit zu haben, Mut zu fehlern zu haben.

00:14:17: Einfach weg vom Perfektionismus!

00:14:19: Also eine Entscheidung ist kein Versprechen dass alles perfekt läuft und das ist auch gut so.

00:14:26: Es ist einfach ein Commitment den nächsten Schritt zu gehen und bereit zu sein auf dem Weg zu lernen.

00:14:33: Das ist für mich Also zwei und drei ist ja fast so ein bisschen in Hand an Hand, also Optionen reduzieren hast du ja auszuschließen.

00:14:42: Und das heißt auch Mut zur Lücke zu haben.

00:14:44: Aber ich herr' ein bissel raus dass es eigentlich darum geht den nächsten Schritt zu gehen und immer der Weg ist das Ziel oder?

00:14:51: Ja definitiv!

00:14:53: Mut zur lücke gehört definitiv auch dazu und das ist ja genau das.

00:14:57: viele wollen alles kontrollieren.

00:15:01: Das kannst du einfach nicht.

00:15:02: Und jetzt noch sowieso in Zeiten wie dies ist ja sowieso nichts mehr planbar und kontrollierbar.

00:15:08: Und

00:15:08: die Worte hat man es wahrscheinlich nie können?

00:15:10: Na, hat man auch nie können!

00:15:13: Und man muss sich einmal bedenken... Man macht sich immer das aus und stört sich immer davor was in einem Kopf selber so drinnen ist.

00:15:20: Du hast, das ist deine Vorstellungskraft.

00:15:22: Aber wenn du dich dann öffnest mit einer Entscheidung, dann tun sich ja viele andere Dinge auf, mit denen du gar nicht gerechnet hast im Positiv.

00:15:32: Das muss man zulassen?

00:15:33: Ja ganz genau.

00:15:34: Gehen wir vielleicht auf ein Thema kommen... Es gibt oft Entscheidungen die uns leicht fallen und die wir schnell fällen.

00:15:42: Und dann gibt es Entscheidungen wo mal lange abwägt.

00:15:47: Wo sind da so die Kriterien dazu?

00:15:50: Ja, also so wie du sagst es gibt auch mal zu die schnellen Entscheidungen.

00:15:54: Die empfehle ich dort wo du sagste die Konsequenzen sind gering.

00:15:59: Also ob jetzt ein Burger besteuern oder Wiener Schnitzel sage ich mir nicht sehr einfach formuliert Oder wenn es eh reversibel ist Wenn es um eine Routine geht Wenn ein Zeitdruck auch besteht, dann kann man durchaus schnelle Entscheidungen treffen.

00:16:16: Natürlich, wenn jetzt die Konsequenzen einer Entscheidung groß sind... mehrere Menschen, viele Menschen davon betroffen sind.

00:16:24: Wenn es eben nicht irreversibel ist, dass sie's rauskriegen oder einfach strategisch wichtig ist dann darf man sich ruhig Zeit lassen und da ist das aber auch wichtig sich an zeitlichen Rahmen zu geben weil sonst herrscht doch nie auf zum überlegen.

00:16:40: also das entscheidende ist ja auch also dass nicht jede Entscheidung die gleiche energie verdient.

00:16:46: Denn das, was man halt auch sehr oft bemerkt, viele Menschen verschwenden wirklich Energie und Kraft für Kleinigkeiten.

00:16:55: Und zwar in einer Art und Weise, dass sie dann gar keine Energien mehr haben für die großen Fragen und Entscheidungen.

00:17:04: Und jetzt ist es ja in einer Kommune.

00:17:06: also, dass gewisse Entscheidungen auf Teichels sind?

00:17:10: viele zum Teil widersträbene Interessen natürlich gibt, und natürlich auch viel Verantwortung.

00:17:16: Und der Bürgermeisterin soll immer das große Ganze im Blick haben.

00:17:23: Was hilft da beim Entscheidenden?

00:17:26: Drei Dinge – Transparenz, Beteiligung, Konsequenz.

00:17:31: Bei Transparenz, da geht es darum nicht nur zu sagen was entschieden wird sondern warum.

00:17:37: Was sind die Gründe und was soll das Ergebnis sein?

00:17:40: Weil wenn die Menschen die Grunde und das angestrebte Ergebnis der Entscheidung verstehen akzeptieren sie die Entscheidungen auch leichter.

00:17:47: also selbst dann wenn Sie nicht so begeistert sind davon.

00:17:51: Dann eben die Beteiligung.

00:17:53: Menschen, die gehört wurden können Entscheidungen einfach besser mittragen.

00:17:58: Das heißt jetzt nicht dass alle mitbestimmen oder bestimmen aber es sie sonst zu mir verstehen wie die Entscheidung dann auch zustande gekommen ist.

00:18:07: und die Konsequenz also eine Entscheidung ist erst da noch eine Entscheidung wenn sie tatsächlich umgesetzt wird.

00:18:13: man kann ja oft der entscheidung treffen aber trotzdem nichts tun und viele gemeinten scheitern auf gar nicht am entscheiden sondern viel mehr Dran bleiben.

00:18:23: beide Umsetzung an sich.

00:18:27: Wir wollen schon bei der Mut zur Lücke, oder Fehler können immer passieren und die perfekte Entscheidung gibt es ja auch den Faktor nicht?

00:18:36: Wie geht man mit, klar mal auf, vermeintlichen, klar zu, Fehlern um?

00:18:42: Ja in dem er sich nicht dramatisiert.

00:18:45: Fehler sind Daten.

00:18:47: sie zeigen uns einfach was funktioniert und was eben nicht.

00:18:51: Und ganz ehrlich, die meisten Fehler sind kleiner als wir glauben.

00:18:55: Aber die Angst davor ist oft größer als der Fehler selbst.

00:19:00: und wenn wir eben so Fehler als Lernschritte sehen statt als Prüfungen dann wird es einfach leichter.

00:19:10: Also offene Fehlerkultur?

00:19:12: Ich glaube da dürfen Mitteleuropa für Lernen.

00:19:17: Da dürfen wir lernen, ich meine die Tendenz ist eh schon da.

00:19:20: es ist klar es wird keiner fehlen und das heißt jetzt nicht komm leitel macht jetzt der Fehler wie ihre.

00:19:26: es soll ja natürlich eine gewisse Aufmerksamkeit auch da sein aber eben das Problem ist dass aus Angst vor Fehlern gewisse Dinge nicht getan werden oder gewisse Entscheidungen nicht getroffen werden.

00:19:40: Ja liebe Gudrun da kennt man weiter entscheidendes

00:19:46: Lauf besprechen.

00:19:47: Das war wieder unglaublich spannend.

00:19:49: Hast du zum Abschluss noch was, was du unseren Bürgermeisterinnen und Bürgermästern mitgeben willst?

00:19:56: Zum Thema Entscheidenden!

00:19:57: Ja gerne also entscheiden heißt einfach Verantwortung zu übernehmen und die Lücke und das Nichtwissen was folgen wird auch auszuhalten denn niemand kann alles Wissen oder alles vorausplanen, aber gerade darin liegt dann eben Wachstum und die Chance wirklich etwas zu bewirken.

00:20:21: Ein perfektes Schlusswort!

00:20:23: Vielen Dank liebe Gudrun und danke an alle, die heute wieder zugehört haben und zu hören.

00:20:29: Wenn Ihnen diese Podcast-Folge gefallen hat oder wenn Sie jemanden kennen der gerade vor einer Entscheidung steht und nicht weiter kommt leiten sie diese Folge gerne in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter.

00:20:42: Danke, bis zum nächsten Mal im Bürgermeister-Podcast!

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